Die Geschichte der Strogentaler

Es war so am Anfang von de neinziger Jahr. Da Böhm Wast (Huber Sebastian) hod grod a Halle baut. Do war eahm oans scho klar, richtig gfeiert muaß da Bau jetzt wearn, wa feiern duad a jeda gern. Die Idee kam über Nacht, a zünftigs Schupfafest werd gmacht. Eiglon hoda zu Leberkas und Bier, d'Nachbarn aus nah und fern, ja kema sans do olle gern. Und wia des Fest nimmt sein Verlauf, do kimmt da Wast auf amoi druaf, a gscheite Musik muaß iatz her und warum ned selba macha, s’is do gor ned schwer. Do ged da Wast a glei ins Haus und hoid sei bestes Stück a Flüglheandl raus.
Ja, d’Blechmusi war immer scho sei größte Freid, bloß zum selbaspuin hoda ghabt vui zweni Zeit, aber jetz, jetz wars soweid. Denn schließli war unda de Gäst da Babinger Ferdinand, a leidenschaftlicher Musikant, bekannt in Stadt und Land. Inzwischen zum Chef der Strogentaler avanciert, hoda an Neid vo da Marktkapelln scho so manches Moi a gspürt.
Do war a no da Babinger Hans, an Ferd sei Bua, der griagt vo da Musi a ned gmua. Vor 30 Jahr hod der scho bei de Wartenberga gspuit, mei d'Gräß od eahm hoid no a wenig gfählt, aber er ganz unscheniert, is’a noch so manchem Auftritt mit de Hosensäck voier Geld, schneide hoam maschiert.
Oan derf i natürli ned vergessn, der a auf dem Fest is gwesn. Da Huber Andreas, an Wast sei ganzer Stoiz, damois oid so acht Jahr, kimmt'a jetz mit seiner Trompet`n scho recht guad klar. Am Heiligen Abend, z`Langapreising in da Kiacha drin, hod er scho gspuit, de Stille Nacht, ganz alloa, des muaß erscht moi oaner doa. Da Leni, seiner Mam is des so zu Herzn ganga, daß am liabsten glei hätt zum woana o’gfanga.
De viere ham dann a Musi gmacht, ois hod gsunga und hod glacht. Und wia des Fest war dann aus und alle sans nach Haus, do war vo de vier jedm klar, Musi spuin dann mir ned erscht wieder in am Jahr. Und boid darauf, ganz unverhofft, wie so oft, learnt da Wast an Weiß Max kena, ja und des schena, ob a mitspuin mog, hodan gfrogt, do hod da Max natürlich ned na gsogt. Sei Sturm- und Drangzeit war damois scho vorbei, do war eahm klar, a Musikant mächt er jetzt sei. Sei Klarinettn moga narrisch gern, aber des kennt’s ihr heid selba hearn. Oans muaß i no dazua sogn, mit’m Burgamoasta do is a ned vawandt, aber ois Gaudimax, der jedn Spaß mitmacht, is a weid und broad bekannt.
A wengal lacha werds jetzt gwies, wen i eich erzähl wia da Görblich Heinz zu de Strogentaler kema is. Ois praktizierender Tierarzt is da Heinz damois beim Wast dollgwen, do is des Mißgschick dann a gschäng. Statt da Kiah, Hoda an Stier besamt, des hoam de zwoa scheinbar gor ned gschpannt. Wunder war des koans, wei über d`Musi hams ja gredt de ganze Zeit, bloß auf des Kaiwe, do wart da Wast no heid. D`hauptsach war, eahna Gspräch über d`Musi hod se rentiert, ja da Heinz hods einfach moi probiert. Auf seim Flüglheandl blast er eingli scho recht schee, owoi a gmoant hod, mit seine frauengeschädigten Lippen dad des nimma geh.
Probt hams jede Wocha dann, beim Babinger Hans im Büro, a bissal eng wars do zwar scho, aber zu segst hams gmoant, des gäd grod no. An Heinz wars zu verdanga dann, daß dazua kema is da Wimmer Mart aus Haunwang. Mit’m Schlogzeig hoda gspuit ned schlecht, na wirkli, er war a jedm recht.
Im Summa 92 is dann passiert, do hod se da Piller Franz plötzli für d’Musi intressiert. A harts Stück Arwat war des scho, bis’n überredt ham, daß bloß er die Tuba blosn ko. Aber dann glei is a ume in d’Tschechei, a Tuba hoda kaaft und auf da Stell ausprobiert, er war vo dem Riesenmonstrum glei fasziniert. Do gibt‘s jetz go koan Zweife mehr, a gstandn’s Mannsbuid so wia er, der blost sein Bass doch grod so her.
An Babinger sei Büro glangt iatz nimma, sie sogn, zu acht, brauchma zum Probn scho a größeres Zimma. Do foid an Heinz auf amoi ei, sei Schwimmbad kann’t da passende Übungsraum dafür sei. Zum Schwimma hod se des eh scho lang nimma rentiert, do hodas einfach zuabedaniert.
Dann endlich kam die Zeit, ja jetzt wars soweit. Der erste Auftritt war geplant und d`Leit warn drauf scho narrisch gschpannt. Ois Schupfamusi, beim Faschingsboi vom Männergsangsverein Wartenberg 1993 sans eimaschiert, de Begeisterung dabei, hod a jeda gspürt. Und am Faschingsboi bei da Wartenberger Bettlhochezit warns a dabei, ma mächst kaam glaam, was de in in der kurzen Zeit ois dazuaglernt ham.
Z’Langapreising beim Wastl Wirt hams an dem Dog dann weida gmacht, blosn hams bis zur Mitternacht. Ois Musikanten warns do aber ned alloa, na do ham gspuit no andre zwoa. Ja, der Kraushaar Friedl und de Seipp Gerti, mit da Quätschn hams de Leid do fasziniert, d’Schupfamusikanten warn do scho glei a bisserl irritiert. A Zufoi is vielleicht dann gwen, wia d’Gerti, da Franz und da Heinz, auf’m Lehrgang vo da Musischui hamse wieder gsäng. Gerti hod Klarinettn moi in da Schui glernt und gspuit, bloß Praxis hod ihr no a weni gfäid. Beim Friedl wars aso, er hod Trompetn gspuit, länger scho, aber wennsd mit andre Leid wohnst eng zam, und blost dann laut, kunst scho glei an \\u00c4rger ham. Zu eahm muaß i no sogn, er is wirkli a guader Kamerad, wen do amoi a Kriag kema dad, der kann’t sei Vaterland gwies guat verteidign, damit mächten i jetz bestimmt ned beleidign. I moan ja bloß, a Oberfeldwebe so wia er, macht’s am Feind ganz sicher schwer. De zwao ham dann zuagsagt für de nächste Prob, gfoin hods eahna do ja glei, drum warns beim nächsten Auftritt in Burgharting 93 mit dabei. Und d’Gerti singa duat’s inzwischen a no, zam mit`m Babinger Ferd, i muaß sogn, des is s`Zuhearn ehrli wert. Überhaupt z’Singa scheint ihr wirkli gleng, so mancher Schlagerstar is do a Dreck dageng.
Den Auftritt in Burgharting hob i erwähnt no aus am andan Grund, do war nämlich da Fritscher Horst mit seiner Frau Edith drund. Und wia de, de Schupfamusikanten ham ghört und gsäng, do war’s um eahna sofort gschäng. D’Edith mit ihrem Temprament is dann a glei zum Kapellmoasta, zum Babinger Ferd, higrennt. Sie hodn gfrogt obs no a paar Musikanten, an Horst mit da Possaun und sie mit da Klarinettn, braucha kanntn. Da Ferd hod glei ganz entgeistert gschaut, er kuns kaam glaam, no zwoa Musikantn, i glaab i draam. Zom Horst foid ma grod no ei, wen der ned Musi spuin dad, na hättn d’Edith gwies scho längst zu seine Resser einigschpannt. Ja, über seine Pferde loßt da Horst nix kema, des Hobby kun eahm koana nehma. Jetzt fahrns vo Matzbach nach Wartnberg, jede Woch zur Prob, obs regnt, oder schneid, dene is koa weg a z’weid.
Inzwischen war de Frage a geklärt, wia de Kapelln überhaupt moi hoaßen werd. Da oane hod gmoant Schupfamusi war ned schlecht, dem anderen wiederum war des gor ned recht. G’einigt hamse se dann auf Strogentaler Blasmusik, des hört se einfach bessa o, do gibt’s doch gar koan Zweife dro.
Im August 93 hod dann da Wimmer Mart bei am Fischerfest sein Abschied gem, a bisserl traurig war d’Musikanten do zwar scho, aber mei, kunst hoid a nix macha dro. An Ersatz hams ja glei wieda gfundn und zwar an Oberndorfer Lenz aus Halberstätt drundn. Wen der so spuit auf seim Schlagzeig do und schausnd dann moi ganz gnau o, ja i glaab der muaß se bloß so konzentrirn, sunst dada seine Augn do a bisserl weida aufgriang. Nach 17-jähriger Abstinenz wieder s’Musi spuin ofang is a ned leicht, aber da Lenz hod sei Ziel erreicht. Er sogt bei Strogentaler bin i jetzt dabei und hoff des werd für länga sei.
Daß ma de heitige Jugend no für Blechmusi begeistern ko, des glaab i scho. Wia anders war des sunst zum Verschteh, wen da Beck Christian sagt, so a Musi de is schee. Er mit seine 19 jahrl, hodse damois z’Burgharting drund scho fia de Strogentaler intressiert, de ham des scheinbar a glei gspiat, drum hams`n ois viertn Klarinetter sofort engagiert.
Da Piller Franz war dann dro schuid, daß da Straßer Manfred bei de Strogentaler spuit. Auf’m Frühlignsfest 94 in Moosburg drin hamse de zwoa gsäng und de Frog ob er ois Begleiter mitspuin dad kam an Manfred gor ned ungelegn. Ja, gfreit hoda se wia a kloaner Bua und gjubelt hoda, jetzt ghör i a dazua. Überhapt an Humor und an Witz hod der beinand, i glab fast, der is mit`m Karl Valentin verwandt.
Zum Musi spuin is niamois t’schpät, i glab, das des mit knappe sechzge a no gäd. Des werd se da Lohrmann Hias gwies denkt hamm, als er vorerst ois letzda zu de Strogentaler kam. Ois Wirt z`Riding hoda ja Arwat gnua, bloß s’Musispuin laßt eahm hoid a koa Ruah.
Jetz war d’Kapelln komplett und so mancher Auftritt folgte dann: vom Langenpreisinger Dorffest, zum Wartenberger Volksfest bis hin zum Ardinger Kirchweihfest um bloß a paar zu nenna, sogar an Gardasee warns drunt, do sog i nur, den Strogentaler, des san Hund. Daß des a so erfolgreich weida gehd, is hoffentli da Foi, drum wünsch ma eahna oans:
Toi Toi Toi!
Jatz san scho wida einige Jahrl verganga, fui hod si do, mid de Strogentaler Manna. Gem duads es heid imma no, drauf sans ganz stoiz, des sigt ma scho, genauso wia se vom Personal fui hod do. Voi de Oadn übrig bliem, san no de folgenden Gespuin:

Da Huba Wast  Flügelheandl
Da Görblich Heinz Flügelheandl
Da Strassa Manfred Heandl

Neie san a dazua kema, da oana scho kürza da anda lenga, de mecht i iatz no ganz schnoi nenna:
Da Voringa Sepp Heandl

Vui andre warn a scho dabei, des dauerd aba z’lang, bis ma de oisam aufgschriem
Drum machma jetzt Schluss, sonst kemmts vor lauta lesn no in Verdruss.

Gruppenbilder von damals bis (fast) heute

01_originalstrogentaler
02_gardasee
03_langisher
04_nedganzsooid
05_anonedlangher
06_undsoschaumaheidaus